Soziales Lernen und Bildung

Obwohl die Annahme des sozial situierten Lernens weit in die Anfänge des letzten Jahrhunderts zurückreicht, zeigt ein Blick in Forschung und Praxis, dass der sozial-emotionalen Entwicklung und den sozialen Beziehungen im Kontext von Bildungsprozessen bislang relativ wenig Bedeutung zukommt. Mit dieser Forschungslage und impulsgebenden Gedanken beschäftigen sich auch aktuelle Publikationen der UNESCO[1].

Ausgehend von einem ganzheitlichen Bildungsverständnis und davon, dass soziales Lernen und die kognitive Entwicklung sowie Bildungsverläufe eng verknüpft sind, stellt sich die Frage nach einer grundsätzlichen Um- und Neugestaltung von Bildung. Dies impliziert, dass eine Unterstützung sozialer Lernprozesse von ebensolcher Relevanz wäre wie die der Leistungsentwicklung. Ebenso wäre damit verbunden, soziales Lernen individuell und über die Lebensspanne zu betrachten und zu berücksichtigen, dass soziale Lernprozesse durch die Interaktion aller Beteiligten erfolgen. 

Die Tagung öffnet den Raum, diese Problemstellung unter verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichen methodischen Herangehensweisen zu beleuchten und den Fragen nachzugehen, welches Bildungsverständnis für die Sonderpädagogik im Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung handlungsleitend sein könnte und was – ohne Problemlagen zu missachten – soziales Lernen und Bildung bei Verhaltensauffälligkeiten in unterschiedlichen Handlungsfeldern bedeuten könnte. Damit angesprochen werden Fragen der Relevanz, Herangehensweisen und Methoden der Diagnostik sowie Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten, deren Potenziale und Herausforderungen auch im Zuge der Digitalisierung von Lernprozessen beleuchtet werden sollen. Anknüpfend an die Tagungsthemen der letzten Jahre und die Notwendigkeit sowie Möglichkeit der Partizipation aller Beteiligten an sozialen Lernprozessen soll auch ein Austausch über Chancen und Anforderungen an die professionelle Entwicklung von Pädagog*innen stattfinden.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Beiträge unter diesem Leitgedanken.

[1] z.B. https://mgiep.unesco.org/rethinking-learning


Beitragsformate

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und Beiträge unter diesem Leitgedanken. Die Beitragseinreichung erfolgt im Zeitraum vom 1.2.2021 bis 31.3.2021. Sie erhalten von uns anschließend eine Rückmeldung im Sinne von Anmerkungen und Vorschlägen. Für die wissenschaftlichen Beiträge stehen die folgenden Beitragsformate zur Auswahl:

Einzelvortrag

Die Referent*innen präsentieren Ergebnisse oder vorangeschrittene Arbeiten und stellen diese zur Diskussion. Für einen Vortrag sind 20 Minuten Vortragszeit und 10 Minuten Diskussion vorgesehen. Die Einzelvorträge werden vom Organisationsteam thematisch gebündelt zu Sitzungen von insgesamt 90 Minuten.

Anforderungen für die Beitragseinreichung: Titel von bis zu 100 Zeichen und Zusammenfassung von 100 – 250 Wörtern.


Symposium

Ein Symposium wird von drei bis vier Referent*innen zu einem gemeinsamen Thema gestaltet. Dadurch soll insbesondere die Möglichkeit eröffnet werden, ein Thema aus unterschiedlichen Perspektiven bzw. einander ergänzenden Aspekten zu betrachten. Nach einer inhaltlichen Rahmung der Vorträge von 5 Minuten folgen die einzelnen Vorträge von jeweils 15 Minuten. Anschließend findet eine gemeinsame Diskussion (25 Minuten) statt. Die inhaltliche Rahmung und die Moderation der Diskussion wird von der einreichenden Person des Symposiums verantwortet. Insgesamt sind für ein Symposium 90 Minuten vorgesehen.

Anforderungen für die Beitragseinreichung: Ein Symposium wird von einer hauptverantwortlichen Person eingereicht und umfasst den Titel von bis zu 100 Zeichen, eine Darstellung des übergeordneten Themas von 100 – 200 Wörtern sowie für jeden einzelnen Beitrag eine Zusammenfassung von 100 – 250 Wörtern.


Poster

Poster bieten den Beitragenden die Möglichkeit, ihren aktuellen Arbeitsstand in visueller Form vorzustellen und mit anderen Teilnehmer*innen zu diskutieren. Sie eignen sich gut für Arbeiten, die noch nicht abgeschlossen sind. Die Beitragenden stellen zu Beginn der Sitzung ihre Poster in einer Blitzlichtrunde vor (60 Sekunden pro Poster). Anschließend ist Zeit für einen tiefergehenden Austausch. Die Postersitzung ist auf 60 Minuten angelegt.

Anforderungen für die Beitragseinreichung: Titel von bis zu 100 Zeichen und Zusammenfassung von 100 – 250 Wörtern.

Die Poster sollten auf DIN A0 gedruckt werden. Zudem empfehlen wir, die Poster als Handout ausgedruckt und/oder als digitale Variante mittels QR-Code zur Verfügung zu stellen. Für weitere Gestaltungshinweise und -tipps siehe z.B. den folgenden Link: https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/sites/studierwerkstatt/Leitfaden_wissenschaftliche_Poster_erstellen.pdf


Workshop

Der Workshop ist ein handlungsbezogenes Format. Moderiert durch die Workshopleiter*innen sollen die Teilnehmer*innen die Möglichkeit bekommen, zu einer Fragestellung anhand von bereitgestelltem Material in kooperativer Arbeitsweise erste Erfahrungen zu machen und zu besprechen. Das Ausprobieren und Reflektieren stehen im Mittelpunkt. Ein Workshop dauert 60 Minuten. 

Anforderungen für die Beitragseinreichung: Titel von bis zu 100 Zeichen und Zusammenfassung von 100 – 250 Wörtern. In den Räumen stehen eine Flipchart und ein Moderationskoffer bereit. Außerdem sollen die Ergebnisse der Zusammenarbeit digital festgehalten und allen Teilnehmer*innen zu Verfügung gestellt werden.


Runder Tisch

Die Initiator*innen eines runden Tisches geben durch einen Kurzvortrag (maximal 10 Minuten) Impulse zu einem Thema, stellen Ideen zur Diskussion und moderieren den Austausch zwischen den Teilnehmer*innen. Dieses Format bietet den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, über ein aktuelles Thema ins Gespräch zu kommen und diskursiv gemeinsame Gedanken zu entwickeln. Für einen Runden Tisch stehen 60 Minuten zu Verfügung. 

Anforderungen für die Beitragseinreichung: Titel von bis zu 100 Zeichen und Zusammenfassung von 100 – 250 Wörtern. In den Räumen stehen eine Flipchart und ein Moderationskoffer bereit. Außerdem sollen die Ergebnisse des Austauschs digital festgehalten und allen Teilnehmer*innen zu Verfügung gestellt werden